Liebe Freundinnen und Freunde der Erde,
liebe Freundinnen und Freunde der gentechnikfreien Landwirtschaft!
Im Februar 2006 hat der Bundestag das Dritte Gesetz zur Änderung des Gentechnikgesetzes beschlossen. Damit ist die EU-Freisetzungsrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Es schafft die Rahmenbedingungen für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland. Ob das Gesetz auf Dauer das leistet, was es leisten soll, ist unklar. Garantiert es Bauern und Verbrauchern, was bisher eine Selbstverständlichkeit ist: gentechnikfrei zu essen und zu produzieren?
Sicher ist jedoch schon jetzt: Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen wird zu heftigem Streit in den Dörfern führen. Im Falle einer gentechnischen Verunreinigung müssen Landwirte nicht nur mit wirtschaftlichen Einbußen rechnen, sondern können sich außerdem noch mit ihren Nachbarn, die Gentech-Pflanzen angebaut haben, vor Gericht auseinandersetzen.
Der BUND setzt dagegen auf Gentechnikfreie Regionen. Die Idee dabei: Bäuerinnen und Bauern schließen sich mit ihren Nachbarn zu Gentechnikfreien Regionen zusammen. Denn die einfachste und wirksamste Methode, Probleme mit der Gentechnik zu vermeiden, ist – die Gentechnik zu vermeiden.
Werden auch Sie in Ihrer Region aktiv und überzeugen Sie möglichst viele Bauern von den Vorteilen einer Gentechnikfreien Region!
Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:
§ Sprechen Sie Bäuerinnen und Bauern Ihrer Nachbarschaft, in Hofläden oder auf Wochenmärkten an und informieren Sie sie über die Möglichkeit, sich in Gentechnikfreien Regionen zusammenzuschließen. Inwiefern Bauern davon profitieren, zeigt unser Argumentationsleitfaden: „Warum Gentechnikfreie Regionen schaffen?“
§ Stellen Sie einen Antrag an Ihr Kommunalparlament, damit es beschließt, Landwirte und Grundbesitzer zu einem Meinungsaustausch über Gentechnikfreie Regionen einzuladen. Einen Entwurf für einen Beschlussantrag finden Sie in der Mappe.
§ Informieren Sie die örtlichen Medien über die Einbringung des Antrages, um die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren.
§ Damit Sie bei Versammlungen und in Gesprächen über die nötigen Argumente verfügen, haben wir einen Argumentationsleitfaden zusammengestellt: „Was spricht gegen den Einsatz der Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion?“
§ Bei Einigung bietet es sich an, der freiwillig getroffenen Vereinbarung von Landwirten und Grundbesitzern einen rechtlichen Rahmen zu geben: Einen Mustervertrag haben wir beigelegt.
§ Ziel ist, möglichst alle Bauern der Umgebung von den Vorteilen einer Gentechnikfreien Region zu überzeugen, um auf diese Weise große zusammenhängende Flächen zu erhalten.
Unter www.gentechnikfreie-regionen.de finden Sie noch weitere Anregungen, was Sie für die Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion tun können.
Ihre Hinweise und Anregungen nehmen wir gern auf.
Kontakt: BUND Bundesgeschäftsstelle, Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin
AnsprechpartnerInnen: Heike Moldenhauer, Tel. 030/27586-456, heike.moldenhauer@bund.net
Sebastian Striegel, Tel. 030/27586-473, sebastian.striegel@bund.net
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