| 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 |
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| Überblick | 2.11.
20.6. |
1.12. | 20.11. | 4.12. | 5.11. | 6.9. |
Kurzbericht über das Verbandsjahr 2011
Vortrag von Andrea Graf, Referentin für Gentechnik BUND Landesverband Hessen
Die Präsentation zu diesem Vortrag ist als PDF-Datei zugänglich.
Ob auf dem Feld, im Stall oder bei der Verarbeitung – bei der Herstellung von Lebensmitteln kommt Gentechnik in vielen Bereichen zur Anwendung. Susanne Sachs von der Verbraucherzentrale Hessen informierte darüber, ob Verbraucher im Supermarkt mit Gen-Lebensmitteln rechnen müssen, wie diese zu erkennen sind und was beim Einkaufen beachtet werden kann. Einige Schwerpunkte des Vortrages entnehmen Sie unserer Pressemitteilung.
Weiterführende Informationen:
Ohne Gentechnik– eine Information der Verbraucherzentrale Hamburg
Der BUND Gießen besucht in einer Sommerexkursion die drei neu gestalteten Wehre an der Lahn mit sog. Fischaufstiegshilfen und das Gießener „Lahnfenster“ eine Informationsstelle mit Unterwasserpanorama an der Klinkelschen Mühle. Fachkundige Führung leistete Herr Walter Fricke, Fischereidezernent beim Regierungspräsidium Gießen. Zum Schluss konnte noch ein kürzlich festgestelltes Kreuzkrötenvorkommen auf dem Fußweg nach Heuchelheim bestaunt werden.
Mehr zur Exkursion entnehmen Sie der Pressemittelung zur Sommerexkursion 2011 (PDF).
Die Route Südhessen—Berlin führte auch über Gießen. Sie wurde begleitet von Infoständen und einer Informationsveranstaltung. Auch der BUND beteiligte sich mit einem Infostand.
KLIMASCHUTZ JETZT UND VON DIR FÜR ALLE UND FÜR IMMER!
130 Leute demonstrierten
Referent: Maik Sommerhage, NABU Hessen
Die Feldlerche ist der Charaktervogel unserer offenen Kulturlandschaft. In den letzten Jahren sind ihre Bestände dennoch erheblich zurückgegangen, da die Art im dichten Wintergetreide nicht genügend Brutplätze findet. Das Artenschutzprojekt „Lerchenfenster“ scheint jedoch eine Maßnahmegegen diesen Artenschwund zu sein.
„Minimaler Aufwand – großer Erfolg!“, mit diesem Fazit fasst der NABU Hessen die bisherige Wirkung von sogenannten Lerchenfenstern zusammen. Dahinter verbirgt sich eine Maßnahme im Ackerbau, die jeder Landwirt einfach durchführen kann. Innerhalb eines Feldes werden einige Stellen von ca. 20 m² Größe nicht eingesät. Hier kann die Feldlerche Brutplätze und Nahrung finden.
Nach guten Erfahrungen in anderen Bundesländern nimmt nun auch Hessen an dem bundesweiten Feldlerchenprojekt teil. Herr Maik Sommerhage, Vertreter der Landesarbeitsgruppe Ornithologie im NABU Hessen, stellt in einem Vortrag der BUND-Kreisgruppe Gießen das Projekt und seine Umsetzung vor.
Um einen Eindruck davon zu bekommen, was mit der für 2014 geplanten Landesgartenschau auf uns zukommt und auf die Gestaltung der Gartenschau Einfluss zu nehmen, besuchten wir entsprechenden Veranstaltung in Bad Nauheim.
Einen Eindruck von dem Besuch finden Sie in einer Pressemitteilung.
2010, das UN–Jahr der Biodiversität ist der Anlass, ein Thema in den Blickpunkt zu rücken, das grundlegende Aufmerksamkeit verdient.
Biodiversität – die Vielfalt der Arten und Lebensräume mit ihrer genetischen Vielfalt, mag als Begriff zunächst abstrakt und theoretisch erscheinen. Macht man sich jedoch klar, dass etwa jede achte Vogelart aller weltweit bekannten Vögel und sogar jede dritte Amphibienart der weltweit untersuchten Arten in ihrem Überleben gefährdet ist, wird schnell klar, dass sich auch in unserer direkten Umwelt etwas ändert.
Das Ziel der internationalen Staatengemeinschaft, den Rückgang der biologischen Vielfalt bis 2010 zu stoppen, wird klar verfehlt. Der BUND Gießen will deutlich machen, wo und wie sich biologischeVielfalt direkt vor unserer Haustür zeigt und wie sie zu bewahren ist. In mehreren Vorträgen werden ExpertInnen aus Projekten, Praxis und Verwaltung Beispiele für unsere lokale biologische Vielfalt und ihre Bewahrung und Förderung aufzeigen.
Referent: Thomas Keil, Amt für den Ländlichen Raum, Wetzlar
Referent: Reiner Diemel, RP Gießen
Über den Inhalt des Vortags informiert eine Pressemitteilung.
Direkt vor den Toren Gießens bei Rödgen wollen wir das Naturschutzgebiet „Aschborn-Uderborn“ besuchen. Hier werden seit mehr als zehn Jahren Landschaftspflegemaßnahmen durchgeführt, die gute Erfolge für die Artenvielfalt des Gebietes erzielt haben. Wer dies einmal genauer in Augenschein nehmen möchte, ist herzlich willkommen am 24.8.2010 um 17:00 vor Ort: Straße Richtung Rödgen von Gießen aus bis zum Abzweig der K 22 (rechts geht es Richtung Grünberg), daran vorbei und danach die erste Straße rechts „Im Uderborn“ einfahren (noch vor Canon–Einfahrt) und dort parken.
Ein Bericht erschien am 26. August 2010 in der Gießener Allgemeinen.
Einige Bilder …
Vortrag
Referentin: Frau I. Moser, Geschäftsführung der Landschaftspflegevereinigung Gießen e.V.
Veränderungen in der EU – Agrarpolitik und die Folgen für die regionale Landwirtschaft und Landnut der Grünlandwirtschaft im Hinblick auf die Artenvielfalt werden erörtert.
Vortrag zu Biodiversität
| Referentin: | Frau Diplombiologin Jutta Katz, Projektleiterin (Hessenforst FENA) |
Der Naturschutz in der Wetterau wird im kommenden Jahr mit rund 4 Millionen Euro von der Europäischen Union und dem Land Hessen gefördert. Das Projekt „Wetterauer Magerrasen und Hutungen“ ist das erste Naturschutzprojekt, bei dem das Land Hessen Antragsteller ist. Das Vorhaben wirsd von der EU durch das Förderprogramm LIFE+Natur über einen Zeitraum von fünf Jahren unterstützt und startet im Januar 2010. Ziel des Projektes ist es, die traditionell schafbeweideten Hute-Flächen der „Wetterauer Trockeninsel“ mit ihren zahlreichen natürlichen Lebensräumen und der Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten zu erhalten. Ein Teil der Projektflächen liegt im Landkreis Gießen.
Zum LIFE-Projekt beachten Sie auch die Presseinformation des hessischen Umweltministeriums.
Zum Inhalt des Vortrags lesen Sie die .
| Referent: | Tomi Engel |
Wie sieht die Zukunft des Autos aus, wenn die Klimabelastungen nicht hinnehmbar sind? Wenn Erdöl knapper wird und die erneuerbaren Energien rasant ausgebaut und vorwiegend als Strom „geerntet“ werden? Wer sich mit derartigen Fragen auseinandersetzt, kommt an Elektrofahrzeugen nicht vorbei. So wirbt z.B. Mercedes-Benz: „Die Zukunft fährt elektrisch“
Wer den Klimaschutz ernst nimmt, so der BUND, muss dafür sorgen, dass Elektroautos nur dann vernünftig sind, wenn sie mit elektrischem Strom aus erneuerbaren Energien „betankt“ werden.
Tomi Engel arbeitet bei der „Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.“ im Bereich erneuerbare Energien. Er ist ein anerkannter und bundesweit gefragter Experte für elektrische Mobilität.
Diese Vortragsankündigung finden Sie auch als ausdruckbare pdf-Datei.
Der BUND hat unter dem Titel Mit dem
Elektroauto in eine grüne Zukunft?
Thesen zur Elektromobilität
formuliert. Ein Papier „Für eine zukunftsfähige Elektromobilität:
umweltverträglich erneuerbar innovativ“ ist als BUND-Standpunkt Nr. 2 (pdf-Datei) verfügbar.
Martin Krauß: „Forderungen des BUND Hessen zum notwendigen Beitrag der Windkraft in Hessen“
Michael Lüer: „Potenziale der Windkraftnutzung in Hessen“
Joachim Wierlemann: „Diskussionsrunde“
Der hessische Landesverband des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) sorgt sich um die Erreichung der Klimaschutzziele in Hessen, wenn die Windenergienutzung nicht deutlich ausgebaut wird. Gleichzeitig warnt der BUND davor, dass eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke Biblis A und B und der Bau eines neuen Kohlekraftwerks (Block 6) am Standort Staudinger den Ausbau der erneuerbaren Energien in Hessen massiv behindern werden.
Herwig Winter, BUND-Vorstandssprecher: "Die Windkraft hat bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien die tragende Rolle. Die Regionalplanentwürfe entsprechen mit ihren viel zu restriktiven Vorrangflächen zur Windkraftnutzung nicht den Klimaschutzzielen. Mehr Windnenergie statt weniger ist notwendig!"
Der BUND fordert eine erneute Offenlage der Regionalplanentwürfe. Die Regionalen Planungsversammlungen müssen nach Auffassung des Umweltverbandes darin wenigstens 1% der Landesfläche als Vorranggebiete für Windenergieanlagen ausweisen. Ausschluss- und Restriktionskriterien dürften nicht willkürlich festgesetzt, sondern müssten allein an die örtlichen und gesetzlichen Belange angepasst werden.
Herwig Winter: "Wenn die Regionalpläne nicht erneut offen gelegt werden, fordern wir, dass die Windenergie von der Feststellung der Pläne ausgenommen wird und sofort mit der Erarbeitung rechtssicherer Teilpläne Windenergie begonnen und diese innerhalb eines Jahres abgeschlossen wird."
Schließlich fordert der BUND ein sofort zu beginnendes 5- jähriges Forschungsprogramm. Es sei längst überfällig, dass an bereits bestehenden Windkraftanlagen ermittelt werde, ob in Vogelschutzgebieten und sonstigen für den Vogel- und Fledermausschutz wichtigen Gebieten Konflikte erkennbar sind.
Eine ausdruckbare Information finden Sie in der Datei VWind09L1.pdf.
Vortrag
Der Vortrag findet statt in der Gallushalle Grünberg, Gießener
Straße 45.
Näheres
…
Percy Schmeiser, kanadischer Landwirt und Träger des alternativen Nobelpreises, wird über seine Erfahrungen mit Monsanto berichten. Ein unvergleichlicher Leidensweg!
15.00 Uhr: Begrüßung von Percy Schmeiser durch Landrat Willi Marx im Hof von Renz Fornischer in Reiskirchen-Ettingshausen
19.00 Uhr:Veranstaltung „Percy Schmeiser kommt zu Zivilcourage Vogelsberg nach Romrod“ im Bürgerhaus Romrod
Referentin: Sonja Gärtner
Inhalt: Der Vortrag ist gegliedert in
Ort: Restaurant Pfaffenhof in Lich-Eberstadt, Butzbacher Str. 25
Dr. Stefan Nawrath, NABU Hessen
Der bevorstehende Klimawandel durch den Treibhauseffekt führt auch in Hessen zu Veränderungen der Vegetation: Weinanbaugebiete verschieben sich, mediterrane Pflanzen halten Einzug in Deutschland und die Vegetationsperiode und mit ihr der Zeitpunkt der Blüte erfolgt immer früher. Dr. Nawrath berichtet uns, welche Pflanzenarten aus Deutschland verschwinden werden, welche Neuankömmlinge zu erwarten sind und wie ein jeder den Klimawandel anhand der Vegetation beobachten kann.
Der Anbau von Gentech-Pflanzen wird die Freiheit der Bauern und Verbraucher massiv beeinträchtigen, sich auch in Zukunft noch für garantiert gentechnikfreie Produkte entscheiden zu können. Der Grund dafür sind gentechnische Verunreinigungen: Im Saatgut, auf dem Feld, über gemeinsame Maschinennutzung bei Aussaat und Ernte, während Lagerung, Transport und Verarbeitung - überall ist es möglich, dass Gentech-Pflanzen biologische und konventionelle Produkte kontaminieren.
Die einzige Möglichkeit, den Risiken eines unkontrollierbaren Freilandversuchs mit Gentechnik zu entgehen ist die Einführung einer gentechnikfreien Region! Ein Zusammenschluss aus Bauernverbänden, Gärtnereien, Imkern, Naturschutz- & Verbraucherverbänden, Direktvermarktern und Lebensmittelmärkten sowie Gastronomen soll dieses Abkommen für den Landkreis Gießen unterstützen, publik machen und ideell unterstützen. Der Informationsfluss zur gentechnikfreien, regionalen Versorgung soll in Zusammenarbeit zwischen Produzenten, Handel und Verbrauchern organisiert werden. Eine aktive Bekennung zur gentechnikfreien Region stärkt das regionale Selbstbewusstsein, die bäuerliche Direktvermarktung und den Austausch zwischen Landwirt und Konsument. Die Wertschätzung landwirtschaftlicher Arbeit und ihrer Produkte wird beim Verbraucher erhöht.
Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
Die Ökologische Lebensmittelbranche boomt und sucht händeringend nach deutscher Bio-Ware. Mittlerweile gibt es keinen herkömmlichen Supermarkt mehr, der auf Bio-Nahrungsmittel verzichtet, der Kampf innerhalb der Branche führt zu Machtverschiebungen und Qualitätseinbußen. Die anstehende Novellierung der EU-Öko-Verordnung wird bei den Pionieren des Ökologischen Landbaus mit Sorge verfolgt. Interessierte Kreise versuchen, die Anforderungen an die biologische Landwirtschaft so zu verwässern, dass sogar chemische Mittel eingesetzt werden können. Was bleibt am Bioprodukt noch öko?
Patrick Sheridan, Institut für Betriebslehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft, Universität Gießen
Die Bioenergieförderung von Bundesrepublik und Land Hessen sind hinsichtlich einer nachhaltigen Energiewirtschaft fernab von fossiler Technologie und Atomkraft sinnvoll. Nachteilige wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen ergeben sich durch eine ungelenkte Förderung und Übernutzung dieser erneuerbaren Energie.
Die Uni Gießen betrachtet die Wettbewerbsfähigkeit von Bioenergiepflanzen zum Anbau von Lebensmitteln. Welche Veränderungen der Anbauverhältnisse könnten sich einstellen? Welche Strategien bestehen für den Landwirt als Entscheider zwischen hoher Bioenergieförderung und hohen Agrarpreisen?
Die Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, haben gravierende Auswirkungen auf Umwelt und Nahrungsmittelproduktion.
Prof. Michael Wachendorf, Universität Kassel
Prognosen für die Grünlandnutzung zeigen, dass zukünftig ca. 20-25 % des Grünlands als Futterflächen ausscheiden, eine rasante Abnahme der Grünlandflächen ist besonders in unserem Mittelgebirgsbereich zu erwarten. Die Frage nach einer weiteren Nutzungsmöglichkeit der oft artenreichen Flächen und der Schnittnutzung extensiver Grünlandbereiche aus dem Naturschutz spielen eine wichtige Rolle zur Erhaltung dieser Biotope. Bietet ein neues Biogas/ Festbrennstoff- Konzept der Uni Kassel zur energetischen Nutzung von Grünland-Biomasse eine Alternative?
mit Revierförster Hr. Leicht
Annemarie Volling, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)
Frau Volling berichtet darüber, wie das ökologische Image nachwachsender Rohstoffe von Gentech-Landwirtschaft zu etablieren.
Da der Verbraucher nicht – wie bei Lebens- und Futtermitteln – direkt mit den Pflanzen in Berührung kommt, versprechen sich die Saatgutfirmen eine bessere Akzeptanz. Die Folgen für Umwelt und Landwirtschaft über Verdriftung auf Nachbarflächen und Auskreuzung sowie Schädigung von Insekten sind jedoch die selben wie beim Anbau von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln. Versprochen werden trockenresistente Pflanzen, Kartoffeln mit verändertem Stärkehaushalt für die Papierherstellung oder Holz mit reduziertem Ligningehalt für die Zellstoffproduktion. Weiterhin könnten Pharmapflanzen Medikament bilden und im boomenden Biogasbereich solle der Bt-Mais MON810, der zur Zeit auch auf den Versuchsfedern der Uni Gießen angebaut wird, große Maismonokulturen ohne Fruchtfolgen ermöglichen, die sonst vom Maiszünsler geschädigt werden. Aber auch Alternativen zur Gentechnik kann die Umweltwissenschaftlerin von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft vorstellen: Gerade im Bereich Bioenergie hat die konventionelle Züchtung überaus erfolgreiche Strategien, potente Energiepflanzen in einer bereits heute großen Vielfalt bereitzustellen.

Referent: Rechtsanwalt Dirk Teßmer
Rechtsanwalt Dirk Teßmer erläutert die umstrittene und von Naturschutzverbänden heftig kritisierte Novelle des hessischen Naturschutzgesetzes und macht diese auch für Laien verständlich.
Referent: Prof. Christian Schönwiese vom Institut für Atmosphäre & Umwelt, Uni Frankfurt
Welche Klimaveränderungen müssen wir direkt in Hessen erwarten, wenn der globale Klimawandel zuschlägt ? In einer Studie für das hessische Landesamt für Umwelt hat Prof. Christian Schönwiese als führender Wissenschaftler erstaunliche Ergebnisse geliefert und stellt diese vor.
Referenten sind zwei Vertreter aus Naturschutz und Forstwirtschaft
In europäischen Schutzgebieten erfolgt ein massiver Holzeinschlag der Altholzbestände, ohne Rücksicht auf seltene Vogelarten wie Schwarzstorch, Milan und Wespenbussard sowie Fledermäuse. Haben in ausgewiesenen Vogelschutzgebieten, FFH-Gebieten und Biosphärenreservaten wie Laubacher Wald, Schwanheimer Wald, Rhön und Eifaer Berg wirtschaftliche Forstinteressen grundsätzlich Vorrang?
Anmerkung: In europäischen Schutzgebieten erfolgt ein rücksichtsloser massiver Holzeinschlag der Altholzbestände der über das normale Maß hinausgeht, so geschehen im Laubacher Wald, ausgewiesen als Vogelschutzgebiet, Brutrevier für Schwarzstorch, Milane und Wespenbussard. Hier wird offensichtlich keinerlei Rücksicht auf europäische Schutzgebiete genommen. Die wirtschaftlichen Belange werden vorrangig betrachtet. (Auch im Schwanheimer Wald, Biosphärenreservat Rhön und FFH-Gebiet Eifaer Berg).
Referent Dr. Bretschneider vom Amt für ländlichen Raum Bad Homburg
Thema ist das brisante und zur Zeit zwischen EU und hessischem Landwirtschaftsministerium immer noch diskutierte ELER-Programm zur Förderung von Landwirtschaft und Landschaftspflege. Aus dem hessischen Entwicklungsplan für die Jahre 2007 bis 2013 fließen die meisten europäischen Geldmittel an Landwirtschaft, Dorf- und Regionalentwicklung und Naturschutz. Wer wissen möchte, wie künftig Landschaftspflege, Natura 2000-Gebiete und Agrarumweltprogramme wie HELP und HEKUL in Hessen finanziert werden können, sollte sich diesen Termin vormerken.
Eine Alternative gegen den katastrophalen Flächenverbrauch durch ungehemmten Siedlungs- und Verkehrsbau ist die zukunftsfähige Stadtentwicklung, die den Bewohnern ein attraktives, städtisches Wohnumfeld bietet.
Statt der Flucht aufs Land werden Forderungen nach schadstoffarmer Luft, lärmverminderten Siedlungen, ruhigen und anspruchsvollen Naherholungsmöglichkeiten im Grünen, sowie wohnnahen und umfassenden Einkaufsmöglichkeiten laut.
Die nachfogend aufgeführten Vorträge standen unter dem Leitthema
Referenten: Reg.Dir. Kuhl, RP staatl. Umweltamt Wetzlar, Prof. Lutz Katzschner Universität Kassel
„Feinstaub in aller Munde“, titeln die Medien. Welche Auswirkungen hat Feinstaub auf Ihre Gesundheit, wie misst die Kommune überhaupt unsere tägliche Belastung und gibt es Schutzvorkehrungen ?
Seit dem 1.1.2005 gelten verschärfte Grenzwerte für die Belastung der Luft mit Feinstaubpartikeln und weiteren Schadstoffen. Insbesondere bei Feinstäuben ist rasches und konsequentes Handeln geboten. In Wetzlar hat dieses Jahr der Feinstaubanteil bereits an 13 Tagen den zulässigen Grenzwert überschritten (Stand: 3.8.05; nach: Aktuelle Immissionsdaten und Ozonvorhersage des Umweltbundesamtes http://www.env-it.de/luftdaten/trsyear.fwd).
In Gießen wurde erst kürzlich eine Messstation an der Westanlage eingerichtet, die nun erstmals die Belastung unserer städtischen Einwohner ermittelt.
Wer mehr über die aktuelle hessische Luftreinhalteplanung bzw. die in Aufstellung befindlichen kommunalen Aktionspläne und die Forderungen der Umweltschutzverbände erfahren möchte, sollte sich unsere Auftaktveranstaltung nicht entgehen lassen!
Referenten: Herr Kulle (Stadtplanungsamt Marburg), Herr Dettling (Stadtplanungsamt Gießen)
Welche Chancen eröffnet uns eine nachhaltige Stadtentwicklung, die allen sozialen Bevölkerungsschichten attraktive Wohn- und Lebensmöglichkeiten ermöglicht?
Visionen und Erreichtes werden in den mittelhessischen Städten Gießen und Marburg anhand der Themen flächensparende Siedlungsentwicklung, Verkehrslenkung, autofreie Wohngebiete, energieoptimierte Planung und Solarsiedlungen, Grünflächenanteil und Naherholung gegenübergestellt.
Reicht uns die bestehende Lebensqualität in der Stadt aus, oder müssen wir vor dem Hintergrund einer Verarmung der Innenstädte und der Zersiedelung des Umlandes neue, zukunftsfähige Ideen einer Stadtentwicklung einfordern?
Referenten: Herr Laake (Botanischer Garten Gießen), Frau Dr. Steinecke (Palmengarten Frankfurt)
Der 1609 gegründete Botanische Garten der Justus-Liebig-Universität ist mit seinen 8.000 verschiedenen Pflanzenarten der älteste Deutschlands, der seit seiner Anlage nicht verlegt wurde.
Neben der Forschung und dem Pflanzenstudium dient er auch der Erholung und Erhaltung der Artenvielfalt. Diese Oase der Ruhe inmitten der Stadt ist jedoch, wie viele städtische und universitäre Einrichtungen, von Sparmaßnahmen betroffen und in seiner Existenz bedroht.
Herr Laake berichtet uns, welche neuen Möglichkeiten der Finanzierung und Attraktivitätssteigerung für weitere Interessentenkreise bereits umgesetzt wurden, welche Rolle der 1996 gegründete „Freundeskreis Botanischer Garten“ dabei einnimmt und welche zukünftigen Aufgaben dieses Kleinod in Gießen erfüllen kann.
In Frankfurt hat man dieses Jahr erfolgreich versucht, durch die Veranstaltungsreihe „GartenRheinMain“ den Blick der Region auf Parks und Grünflächen zu lenken. Ca. 60.000 Besucher konnten auf hunderten Veranstaltungen zu wechselnden und außergewöhnlichen Gartenthemen begeistert werden. Wie der Palmengarten Frankfurt von dieser Initiative profitiert hat und ob in dieser Aktionsform auch Möglichkeiten für die Giessener Region besteht, erläutern wir mit Frau Dr. Steinecke.
Der BUND Gießen hat im Februar 2008 eine Internetseite erstellt: www.gentechnikfreie-region-giessen.de.
Unter dem Link www.gentechnikfreie-region-giessen.de/index.php?siteid=1003 kann sich jeder als Unterstützer einer Gentechnikfreien Region für den Landkreis Gießen eintragen.
Unter www.gentechnikfreie-region-giessen.de/pdf/selbstverpflichtung_GFR_GI_08-01-23.pdf können Sie die Selbstverpflichtungserklärung für Landwirte herunterladen und ausdrucken und Bauern aus Ihrer Nachbarschaft für eine Teilnahme an unserer Initiative gewinnen!
Am 20. Juni 2008 referierte Percy Schmeiser, Träger des
alternativen Nobelpreises, beim Bündnis Gentechnikfreie Zone Gießen:
„Schlimmster Anschlag auf Leben“
Percy Schmeiser ist Träger des alternativen Nobelpreises und inzwischen wie David gegen Goliath eine Ikone des weltweiten Widerstands gegen die Herstellung und Anwendung gentechnisch veränderter Organismen. Auf seiner Tour durch Deutschland war der Botschafter in Sachen gentechnikfreier Landwirtschaft auch auf dem Hof des Biobauern Renz Hornischer, auf Einladung des Bündnisses Gentechnikfreie Zone Gießen.
Stellungnahme zum Artikel „Rapsanbau hat sich verdoppelt“ im „Gießener Anzeiger“ vom 16.5.2008
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisverband Gießen kritisiert die einseitige Stellungnahme des Regierungspräsidiums Gießen zum komplexen Sachverhalt Agrarrohstoffe.